Pressemeldung Nr. 365 vom

Finanzierung der Lobbyarbeit an Schulen stoppen Keine Propaganda für Genlebensmittel mit Landesgeld

Der stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Landtagsgrünen Christian Meyer hat die Landesregierung aufgefordert, das noch von Ex-Ministerpräsident Christian Wulff gestartete Projekt HannoverGEN zu stoppen. Die Kampagne sei „pure Reklame für genmanipuliertes Essen in Schulkantinen“, sagte der Grünen-Politiker am Dienstag (heute) in Hannover. Darin würden die Risiken der Agrogentechnik verschleiert und Schülerinnen und Schüler einseitig informiert. Es sei unverantwortlich, diese Propaganda der Genindustrie mit 13 Millionen Euro aus Steuergeldern unterstützen zu wollen.

Der von der Landesregierung zum Projektleiter ernannte Professor Jacobsen werbe als Vorstandsmitglied eines Lobbyverbandes für den umstrittenen Einsatz der Gentechnik in der Landwirtschaft, kritisierte Meyer. Dabei zeigten neue Studien aus Frankreich die Gefährlichkeit etwa von genmanipuliertem Mais. „All diese wissenschaftlichen Fakten gegen die Agrogentechnik werden bei HannoverGEN geleugnet oder verschwiegen!“

Meyer verwies auf heute bekannt gewordene interne Papiere wonach das Landwirtschaftsministerium die Ausweitung von HannoverGEN als landesweites Projekt NiedersachsenGEN in allen Landkreisen plant. Dabei soll, so der Grünen-Politiker, an mindestens 50 Schulen mit Genlaboren und manipulativen Unterrichtsmaterialien „knallharte Lobbyarbeit“ für die Genkonzerne Monsanto und KWS betrieben werden. „Ministerpräsident McAllister muss diese Verschwendung von Steuergeldern noch vor der Wahl stoppen! Unsere Schulen haben eine bessere Unterstützung verdient!“, sagte Meyer

Zurück zum Pressearchiv