Pressemeldung Nr. 251 vom

Grüne fordern Veröffentlichung der beanstandeten Produkte Doppelt so viele Rechtsverstöße kein Ausweis für guten Verbraucherschutz

Zur heutigen Vorstellung des Verbraucherschutzberichtes erklärt der stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Landtagsgrünen Christian Meyer:

"Die Feststellung doppelt so vieler Rechtsverstöße gegenüber dem Vorjahr bei annähernd gleich vielen Kontrollen ist leider kein Ausweis für funktionierenden Verbraucherschutz. Im Gegenteil zeigt es, dass immer mehr Unternehmen meinen mit gesundheitsgefährdenden, manipulierten oder irreführend gekennzeichneten Produkten durchkommen zu können. Die Sanktionen sind anscheinend zu gering und nicht abschreckend genug!"

Die Grünen forderten daher die Landesregierung auf, nachdem Vorbild des Gaststätten-Smileys  auch bei Lebensmittelmarken Verstöße mit Nennung des Produktnamens zu veröffentlichen. So hätten die Verbraucher die Möglichkeit beanstandete Produkte an der Ladentheke zu meiden. "Nur zu sagen, fast ein Drittel der Fleischerzeugnisse  (31,6 %) wurden beanstandet, hilft keinen Verbraucher, wenn er nicht weiß, um welche Firmen und Marken es sich handelt. Allein die öffentliche Nennung wirkt abschreckend und führt zu schnellen Verbesserungen des Verbraucherschutzes", so der Verbraucherschutzexperte. Dies würde auch den vielen seriösen Firmen und Landwirten helfen, die keine Lebensmittel-Imitate wie Formschinken oder Analogkäse herstellen.

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