Pressemeldung Nr. 198 vom

Zusammenhang mit Sommerstaus möglich GRÜNE: Rindfleisch an der Ems stark mit Dioxin belastet

Das Fleisch von Rindern an der Ems ist doppelt so hoch wie im Landesdurchschnitt mit krebserregendem Dioxin und PCB belastet. Das geht aus einer Landtagsanfrage des verbraucherpolitischen Sprechers Christian Meyer hervor.

Danach überschreiten mehr als ein Viertel aller Rindfleischproben an der Ems den gültigen Grenzwert für Dioxine und PCB und müssten aus dem Verkehr gezogen werden. 72% überschritten den Warnwert für PCB. Im Landesschnitt war nur eine von insgesamt 47 Rindfleischproben außerhalb von Ems und Elbe über dem Grenzwert. Und dieses Rind kam nach Angaben der Landesregierung aus Nordrhein-Westfalen. "Das legt die Vermutung nahe, dass die Überschwemmungen und Aufstauungen an der Ems etwas mit der hohen Belastung zu tun haben", so Meyer. Die Grünen kritisierten in diesem Zusammenhang Äußerungen des Landesumweltministeriums, der Fluss und der Sommerstau könnten "definitiv" nicht die Ursache sein.

"Auch sonst werden die hohe Dioxinbelastung an der Ems und die Folgen für die Verbraucher von der Landesregierung kleingeredet und verharmlost", sagte Meyer. So wurde lange Zeit fälschlicherweise behauptet, nur Schafsleber und nicht Rindfleisch sei belastet und dass es sich um ein landesweites Problem handele. Auch die Tatsache, dass der Boden in den Überschwemmungsgebieten an der Ems deutlich über dem Landesschnitt mit Dioxinen und PCB belastet ist, widerspricht den Behauptungen der Landesregierung.

Die Grünen forderten deshalb eine zügige Veröffentlichung der Ergebnisse der Grasproben im Zusammenhang mit dem umstrittenen Sommerstau vom Wochenende. Beim letzten Sommerstau hatten sich die Dioxinwerte im Ufergras innerhalb weniger Tage verdreifacht und in allen Fällen die Grenzwerte überschritten, so Meyer.

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