Pressemeldung Nr. 55 vom

Statement zum angekündigten Verbot des Schnabelkürzens bei Legehennen und Puten

Zu den Ankündigungen von Agrarminister Lindemann für einen nationalen Alleingang beim Verbot des Schnabelkürzens bei Legehennen und Puten erklärt der stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Landtagsgrünen Christian Meyer:

"Ein Verbot des grausamen Amputierens der Schnabelspitze bei Hühnern und Puten in der Massentierhaltung ist lange überfällig. Das Agrarminister Lindemann nun dem nationalen Alleingang Österreichs aus dem Jahre 2005 folgen will, begrüßen wir sehr. Nicht nachvollziehbar ist jedoch, warum die Veränderungen bei Besatzdichten und artgerechter Haltung nicht sofort, sondern erst in der nächsten Legislaturperiode ab 2015 umgesetzt werden sollen. Lindemann ist da längst nicht mehr im Amt und wird zum bloßen Ankündigungsminister im Sinne der Geflügellobby, die gerne vom Tierschutz redet, aber nicht handelt. Auch beim von Ministerin AIgner vorgeschlagenen Verbot der tierquälerischen Käfighaltung von Legehennen sollte Niedersachsen nicht länger blockieren und auf Zeit spielen, sondern im Interesse der Verbraucher vorangehen und den Ausstieg aus dieser vom Verfassungsgericht beanstandeten Qualhaltung auch mit einer verpflichtenden Haltungskennzeichnung für Eiprodukte konsequent unterstützen."

Zurück zum Pressearchiv