Pressemeldung Nr. 302 vom

GRÜNE fordern Gesamtkonzept Naturschutz bei Offshore-Netzanbindung nicht ausreichend geprüft?

Die Schäden im Nationalpark Wattenmeer durch die Kabelverlegung zur Anbindung der in der Nordsee geplanten Offshore-Windparks werden von den Landtagsgrünen mit einer Kleinen Anfrage zum Thema im Parlament. "Wir brauchen die Windkraftnutzung in der Nordsee und deshalb müssen wir grundsätzlich auch die Verlegung der Anschlusskabel sicherstellen. Das muss aber auf jeden Fall so naturverträglich wie irgend möglich geschehen", sagte die Grünen-Abgeordnete Ina Korter aus der Wesermarsch.

Insbesondere wollen die Abgeordneten Ina Korter, Christian Meyer und der Fraktionsvorsitzende Stefan Wenzel geklärt wissen, welche Alternativen die Landesregierung bei der Festlegung der Kabeltrasse im Landesraumordnungsprogramm geprüft hat. "Dass es auf der gewählten Trasse erhebliche Schäden geben würde, war den Fachleuten in der Nationalparkverwaltung offenbar vorher klar. Deshalb stellt sich die Frage, warum die Kabel nicht etwa entlang der Schifffahrtswege durch die Flussmündungen verlegt werden", sagte Korter.

Die jetzt über Norderney nach Hilgenriedsiel verlegte Leitung sei erst der Anfang. Gemäß der Offshore-Strategie der Bundesregierung sollen bis 2030 rund 25.000 Megawatt Windenergie-Leistung vor allem außerhalb der 12-Seemeilen-Zone installiert werden. "Für die weiteren Leitungen brauchen wir ein mit Schleswig-Holstein abgestimmtes Gesamtkonzept. Es kann nicht sein, dass in den nächsten Jahren jeder vor sich hinbuddelt", forderte die Grünen-Politikerin.

Korter: "Das Wattenmeer ist ein hoch dynamischer Lebensraum. Deshalb brauchen wir ein umfassendes ökologisches Monitoring über die mittelfristigen Auswirkungen der Kabelverlegung."

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