Pressemeldung Nr. 141 vom

Minister Lindemann muss Grausamkeiten in der Putenmast beenden

Zum neuerlichen Putenqual-Skandal im Raum Oldenburg erklärt der tierschutzpolitische Sprecher der Landtagsgrünen Christian Meyer:

"Das System tierquälerischer Billigproduktion läuft auch nach dem Abgang von Ministerin Grotelüschen ungezügelt weiter. Die neuerlichen Bilder und Berichte von der extremen Qualhaltung in niedersächsischen Putenställen machen klar, dass die jetzigen Tierschutzstandards völlig ungenügend sind. Wir haben deshalb einen detaillierten Antrag in den Landtag eingebracht, um diese Grausamkeiten an Tieren schnellstmöglich zu beenden. Eine Langzeitstudie der Universität Leipzig unter Beteiligung des Agrarministeriums belegt die enorme Zahl an Fussballenerkrankungen, Brustblasenentzündungen und Bewegungseinschränkungen in der aktuellen Massentierhaltung bei Puten. Gleichzeitig steigt der Antibiotika-Einsatz in den stickigen Ställen und gefährdet durch die Resistenzbildung die menschliche Gesundheit. Minister Lindemann muss daher endlich die Tierschutzstandards in der Putenmast deutlich verbessern. Dazu gehören nicht nur eine Einstellung des grausamen Schnabelkürzens, sondern mehr Platz, Verbot von Qualzuchten, Verzicht auf Antibiotika und mehr unabhängige Kontrollen durch die Behörden.

Auch muss Fleisch, das mit genmanipuliertem Futter erzeugt wurde, für den Verbraucher gekennzeichnet werden."

Zurück zum Pressearchiv