Pressemeldung Nr. 265 vom

Streit um Rasse- und Gewichtseinteilung am Problem vorbei Landesregierung mit „zu wenig Biss“ beim Hundegesetz

Die Landtagsgrünen haben der Landesregierung in der Debatte um das niedersächsische Hundegesetz vorgeworfen, "mit zu wenig Biss" zu agieren. "Statt dem Parlament endlich eigene Vorschläge vorzulegen, versuchen CDU und FDP mit fadenscheinigen Begründungen das Problem auszusitzen", sagte der tierschutzpolitische Sprecher Christian Meyer am Freitag (heute) nach der ersten Beratung über entsprechende Entschließungsanträge der Opposition im Ausschuss.

Der Streit um die Einteilung von Hunden nach Rassen oder Größe und Gewicht führt nach Ansicht des Grünen-Politikers am Problem vorbei. "Alle Hunde, große und kleine können gefährliche Bissverletzungen verursachen", sagte Meyer. So gebe es nach der Berliner Beißstatistik mehr Verletzungen durch Dackel als durch Pitbulls.

"Wir setzen daher am oberen Ende der Leine an", sagte der Grünen-Politiker und verweist auf aktuelle Stellungnahmen von Hundeexperten und Verbänden. Die Grünen fordern in einem Entschließungsantrag eine obligatorische Haftpflichtversicherung für Hunde und einen Sachkundenachweis für alle Hundehalter.

Meyer: "Diese beiden Maßnahmen dienen sowohl dem Schutz der Menschen als auch dem Wohl der Tiere durch deren artgerechte Haltung."

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