Pressemeldung Nr. 370 vom

Existenz der Imkerei in Niedersachsen durch Pestizide und Gentechnik bedroht Landesregierung blockiert Verbot von Bienengiften

Die Landtagsgrünen haben Agrarminister Ehlen vorgeworfen, mit seiner Blockadehaltung zur Neuregelung der EU-Pestizidrichtlinie die Existenz der 8000 Imker in Niedersachsen massiv zu gefährden.

Der unkontrollierte Einsatz von Insektengiften sei die Ursache für ein flächendeckendes Bienensterben im Frühjahr in Süddeutschland gewesen, sagte der agrarpolitische Sprecher Christian Meyer am Freitag (heute) nach einem Fachgespräch mit Imkern. "Niedersachsen sollte daher den im Umweltausschuss des Europäischen Parlaments gefundenen Kompromiss zum Verbot besonders giftiger Pestizide nicht länger blockieren", appellierte der Grünen Politiker an die Landesregierung.

80 Prozent aller Kulturpflanzen seien auf die Bestäubungsleistung der Honigbienen angewiesen. Allein in Deutschland wird deren wirtschaftlicher Nutzen auf zwei Milliarden Euro geschätzt.

"Krebserregende Pestizide und akute Bienengifte haben nichts auf dem Acker zu suchen", forderte Meyer. Die Politik der Landesregierung sei einseitig auf die Interessen der Chemischen Industrie und Agrokonzerne ausgerichtet.   

Auch das Gentechnikgesetz sei gegen die heimischen Imker und eine gentechnikfreie Honigproduktion gerichtet. Bienen hielten sich bei einem kilometerweiten Flugradius nicht an Abstandsregelungen zu Genfeldern. Zusammen mit Imkerinnen und Imkern setzen sich die Grünen daher für ein gentechnikfreies Niedersachsen ein.

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