Pressemeldung Nr. 221 vom

Grüne: Niedersachsen zu gentechnikfreier Region machen Imkerei durch Gentechnik gefährdet

Der agrarpolitische Sprecher der Grünen, Christian Meyer, hat (heute) in Hannover vor dem Rückgang der Imkerei in Niedersachsen durch die Freisetzung von genmanipulierten Pflanzen gewarnt. Grund ist ein Urteil des Verwaltungsgerichts Augsburg, dass Honig, der Pollen von Genmais oder anderen Genpflanzen enthält , nicht in Verkehr gebracht werden darf. "Damit ist im Umkreis von 10 bis 20 km zu Genfeldern jegliche Imkerei unmöglich", erläutert Meyer. "Fährt die Landesregierung mit ihrem Kurs der Unterstützung des Anbaus genmanipulierter Pflanzen fort, ist die Imkerei in Niedersachsen grundsätzlich gefährdet. Ein massiver Rückgang an Honigbienen und der Verlust wertvoller Bestäubungsleistungen für die Landwirtschaft wären die Folge." Nach Angaben des deutschen Imkerbundes beträgt allein der volkswirtschaftliche Nutzen der Bestäubung rund zwei Mrd. Euro jährlich.

Die Grünen forderten die Landesregierung daher auf, sich Hessen anzuschließen und das Land zur gentechnikfreien Region zu erklären. Ein entsprechender Antrag der Fraktion zum Schutz von Menschen, Natur und Landwirtschaft vor der Agrogentechnik liege bereits vor.

Auch müsse Landwirtschaftsminister Ehlen seine Blockade der neuen EU-Pestizidverordnung zurücknehmen, die sehr gefährliche Insektengifte aus dem Verkehr ziehen will. In Süddeutschland hat das Bayer-Pestizid Clothianidin kürzlich zu einem großen Bienensterben mit einem Rückgang von bis zu 80 Prozent der Bienenvölker geführt.

Meyer: "Stirbt die Biene, hat die Menschheit noch vier Jahre zu Leben, hat Einstein einmal gesagt. Nur eine gentechnikfreie Landwirtschaft schützt die Bienen und sorgt für gute Bestäubungsleistungen sowie gesunde Ernten."

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