Holzmindener Gymnasien Schlusslicht bei der Unterrichtsversorgung

Schon wieder ist der Landkreis Holzminden landesweites Schlusslicht. Das geht aus einer landesweiten Statistik zur Unterrichtsversorgung an Allgemeinbildenden Schulen auf Grund einer Anfrage der Grünen hervor.

Danach haben das Campe-Gymnasium und das Fachgymnasium in Holzminden von allen Landkreisen mit 95,7 % der Soll-Lehrer-Stunden die geringste Unterrichtsversorgung in ganz Niedersachsen, teilte der grüne Landtagsabgeordnete Christian Meyer mit. Auch die Haupt-, Realschulen und Förderschulen im Landkreis Holzminden sind deutlich unter dem Landesschnitt mit Lehrerstunden versorgt und liegen ebenfalls unter rechnerischen 100 %. Viel Unterrichtsausfall ist die Folge. Meyer weist daraufhin, dass die sogenannten Lehrer-Soll-Stunden nicht den realen Unterricht widerspiegeln, sondern nur den Fall das alle Lehrer gesund und verfügbar sind: "Der reale Lehrerinnen- und Lehrermangel und der reale Unterrichtsausfall ist also noch deutlich höher als die von der Landesregierung ermittelten 95,7%."

Die Grünen kritisierten, dass ausgerechnet jetzt wo das Turbo-Abitur nach 12 Jahren umgesetzt werde und der Lerndruck enorm gewachsen sei, so viele Unterrichtsstunden ausfallen. "Das ist eine große Benachteiligung und Belastung für viele Schülerinnen und Schüler. Der Abitur-Stoff bleibt der gleiche, aber es gibt weniger Unterricht, das passt nicht zusammen", kritisierte Meyer die Landesregierung.

Die Grünen fordern eine deutliche Aufstockung der Lehrkräfte und der Unterrichtsversorgung in Niedersachsen durch ein Sonderprogramm für alle Schulformen. Meyer: "Leider hat die CDU-FDP-Landesregierung unseren Änderungsantrag für eine bessere Lehrerversorgung beim Landeshaushalt abgelehnt. Wir kritisieren, dass das Land insbesondere die Schulen im ländlichen Raum vernachlässigt, aber sich gleichzeitig weigert, neue Gesamtschulen auch in kleinen, überschaubaren Größen zuzulassen, wie es viele Eltern wünschen."

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