Pressemeldung Nr. 128 vom

Harms und Meyer fordern Landesregierung zum Verzicht auf Genpflanzenanbau auf „Herr Wulff, machen Sie Niedersachsen endlich gentechnikfrei!“

Die Spitzenkandidatin der Grünen zur Europawahl Rebecca Harms und der agrarpolitische Sprecher der Landtagsfraktion Christian Meyer haben von Ministerpräsident Wulff eine Kurswende in Richtung Ausstieg aus der Agrogentechnik gefordert.

"Das Genmaisverbot in Deutschland hat auch in der EU den Widerstand gegen die Gentechnik in der Landwirtschaft gestärkt", sagte die Grüne Europaparlamentarierin am Dienstag (heute) in Hannover. Angesichts der Nichtrückholbarkeit ausgebrachter Genpflanzen und deren Gefahren für die Umwelt sei ein Verbot des Genpflanzenanbaus in ganz Europa überfällig. Das entspreche auch den Wünschen der Mehrheit der Verbraucher und Verbraucherinnen.

"Ministerpräsident Wulff macht jedoch unverdrossen weiter Lobbyarbeit für die Gentechnikindustrie", kritisierte der Agrarexperte der Grünen. So unterstütze die Landesregierung mit Millionenbeträgen den Anbau genmanipulierter Zuckerrüben in Südniedersachsen und an Schulen die einseitige Akzeptanzbeschaffung für Genfood. Andere CDU-geführte Bundesländer wie Hessen, NRW, Baden-Württemberg und Thüringen würden vollständig auf Freisetzungsversuche  verzichten, in Bayern sollen sie nur noch im Glashaus möglich sein. Meyer: "Daran sollte sich Wulff ein Beispiel nehmen".

Mit einem Antrag im Landtag fordern die Grünen ein gentechnikfreies Niedersachsen und ein energisches Vorgehen der Landesregierung gegen die Patentierung von Lebewesen wie das umstrittene Schweinewachstumspatent.

Werden Sie aktiv!

Protestieren Sie bei Ministerpräsident Christian Wulff gegen den Anbau von Genpflanzen in Niedersachsen. Fordern Sie ihn auf unsere Äcker, Teller und Tröge Gentechnikfrei zu machen. Stoppen Sie die Aussaat von genmanipulierten Zuckerrüben der Firma KWS in Südniedersachsen. Fordern Sie die Landesregierung auf gegen die Patentierung von Lebewesen beim Europäischen Patentamt vorzugehen. Und fordern Sie einen ehrlichen Dialog über die Risiken und Gefahren der Agrogentechnik an Schulen ein.

Hier die Emailadresse der Niedersächsischen Staatskanzlei: poststelle(at)stk.niedersachsen.de

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