Pressemeldung Nr. 194 vom

Lieber Schulobst und Kühe auf der Weide subventionieren als Megaschlachthöfe und Großkonzerne GRÜNE zur Protestfahrt von Bauern gegen industrielle Agrarpolitik:

Der stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Landtagsgrünen Christian Meyer hat der Sternfahrt von Bauern, die unter dem Motto "Wir haben es satt" auf die globalen Auswirkungen der industriellen Agrarpolitik in Deutschland aufmerksam machen wollen, seine ausdrückliche Unterstützung erklärt. "Landwirte, Verbraucher, Umwelt- und Tierschützer ziehen an einem Strang für eine nachhaltige Entwicklung" sagte der Grünen-Politiker, der für die heutige (Mittwoch) Station in Hannover die Schirmherrschaft übernommen hat. "Unser Land braucht die bäuerliche, faire, tiergerechte und ökologische Landwirtschaft. Das ist einzigartig und eine wichtige Kraft gegen die Beharrungskräfte der Agrarlobby und im Bauernverband, die längst gesellschaftlich isoliert sind".

Die Auswirkungen der niedersächsischen Agrarpolitik insbesondere auf die Entwicklungsländer seien fatal, sagte der Grünen-Politiker und forderte von der Landesregierung eine Agrarwende. Statt der großen Agrarkonzerne und der tierquälerischen Massenhaltung sollten nur noch bäuerliche Betriebe mit artgerechter Tierhaltung und naturnaher Bewirtschaftung gefördert werden. "Wir Grüne wollen, dass ein ökologisches Schulobstprogramm und die Weidehaltung von Kühen im Grünland unterstützt werden und nicht, dass 6,5 Millionen Euro aus der Landeskasse für einen Megaschlachthof verschleudert werden."

Meyer erneuerte auch die Forderung, den Milchbauern endlich zu erlauben, ihre Milchmenge selbst zu regulieren und faire Preise mit den Molkereien zur Not auch mit Streiks auszuhandeln. "Die von CDU und FDP vorangetriebene Abschaffung der Mengenbegrenzung bei der Milch führt zur Überproduktion. Hunderte niedersächsische Milchbauern können von ihrer Arbeit nicht mehr leben."

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