Pressemeldung Nr. 347 vom

Landesregierung muss für mehr Tierschutz sorgen Grüne: Wildtiere gehören nicht in den Zirkus

Angesichts der aktuellen Diskussion um die Haltung und Vorführung von Wildtieren in Zirkussen fordert der stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Landtagsgrünen Christian Meyer ein grundsätzliches Haltungsverbot bestimmter wildlebender, nicht domestizierter Tierarten.

"Wilde Tiere gehören nicht in den Zirkus. Sie können in einem fahrenden Unternehmen mit kostensparendem Platzbedarf nicht artgerecht gehalten werden, wie viele Beispiele zeigen. Wilde Tiere werden in Zirkussen zum bloßen Unterhaltungsfaktor etwa mit durch rohe Gewalt und Futterentzug antrainierten Kunststückchen. Insbesondere Kindern wird dadurch ein vollkommen falsches Bild von einer artgerechten Lebensweise und den natürlichen Bedürfnissen der Tiere vermittelt", kritisierte der Tierschutzexperte.

Die Grünen forderten die Landesregierung daher auf, sich beim Bund endlich für die Umsetzung einer Bundesratsentschließung von 2003 einzusetzen, die die Haltung insbesondere von Bären, Elefanten und Affen in Zirkussen grundsätzlich untersagen möchte. Nur die Tierarten, die in mobilen Zirkusbetrieben, Tierschauen, Varietes und ähnlichen Einrichtungen art- und bedürfnisangemessen gehalten werden können, sollen in einer Positivliste und mit verbindlichen Tierschutzstandards erlaubt werden können. Mit einem Zirkusregister der Bundesländer soll auch eine bessere Kontrolle der Tierhaltung der Wanderbetriebe ermöglicht werden. "Stundenlange Transporte, entwürdigendes Anketten und monotone, eingeschränkte Bewegungsmöglichkeiten von Zirkustieren müssen beendet werden", so Meyer. Der Zirkus sei kein tierschutzfreier Raum und muss sich ebenso wie Zoos seiner Vorbildfunktion bewusst sein. Die große Mehrheit der Wählerinnen und Wähler fordert nach Umfragen ein Wildtierverbot in Zirkussen.

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