Pressemeldung Nr. 303 vom

Erster Fund in Emden GRÜNE: Ursachenforschung für Gift an der Ems weiter verschleppt

Als "alarmierend" haben die Landtagsgrünen das Auftauchen einer weiteren auffälligen Futtermittelprobe im Gebiet der Stadt Emden bezeichnet. "13 von bisher 28 ausgewerteten Proben an der Ems liegen damit zum Teil deutlich über dem Grenzwert", sagte der agrarpolitische Sprecher Christian Meyer am Freitag (heute) in Hannover. "Von einer Entwarnung kann keine Rede sein."

Der Grünen-Politiker kritisierte die schleppende und wenig transparente Ursachenforschung durch das Umweltministerium. "Mögliche Emittenten werden nicht gezielt untersucht und die Zahl der Proben ist nach Ansicht von Fachleuten viel zu gering für eine ernsthafte und zügige Aufklärung". So sei zum Beispiel vom Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) das Gebiet einer alten Bohrschlammdeponie in Leer nicht untersucht worden.

Zugleich habe sich durch Messungen des Landkreises Leer der Verdacht erhärtet, dass Überschwemmungen der Ems als Ursache für die Giftfunde in Frage kommen; die Untersuchung auf der Landseite des Deichs habe eine deutlich geringere Belastung ergeben.

Meyer: "Das Aufklärungsinteresse der Landesbehörden bleibt in der Kritik. Im Interesse der Sicherheit der Verbraucher und der betroffenen Landwirte muss zügiger und mit mehr Objektivität gearbeitet werden. Das kann nur durch unabhängige Messungen unter Beteiligung der Umweltverbände, Kommunen und Initiativen vor Ort erfolgen."

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