Pressemeldung Nr. 112 vom

Landesregierung muss endlich Forderungen nach „fairen Preisen“ aufgreifen GRÜNE unterstützen Proteste der Milchbauern

Der agrarpolitische Sprecher der Landtagsgrünen Christian Meyer hat die heute (Donnerstag) stattfindenden Protestaktionen niedersächsischer Milchbauern für faire Preise "als sehr notwendig" begrüßt.

"Gerade die niedersächsische Landesregierung ist mit der rüden Ablehnung der Forderungen der Milchbauern nach einer Mengenbegrenzung den heimischen Landwirten massiv in den Rücken gefallen und für die gefallenen Preise auf unter 20 Cent mit verantwortlich", sagte der Grünen-Politiker. Im Bundesrat hatte Niedersachsen gegen einen Antrag Bayerns und Bremens gestimmt, die Milchmenge durch Anpassung der Molkereisaldierung und Änderung des Umrechnungsfaktors deutlich zu senken.

Der von den Landwirten geforderte Milchgipfel auf Bundesebene sei nur dann sinnvoll, wenn die Bundesländer eine Wende in der Milchpolitik unterstützen würden.

Meyer: "Agrarminister Ehlen muss dafür im Bundesrat endlich den Fuß von der Bremse nehmen und darf sich Maßnahmen für eine Senkung der Milchmenge  nicht länger verschließen." 

Der Ruf aus CDU und FDP nach neuen Subventionen für die Überproduktion oder schädliche Exportsubventionen seien der  "grundfalsche Weg", darin seien sich die Grünen mit dem Bundesverband der Milchviehhalter (BDM) einig. Meyer: "Wir brauchen keine Strohfeuer für die Landwirte, sondern faire Regeln am Markt für eine umweltgerechte, gentechnikfreie Milchproduktion. Dafür kann und muss die Politik sorgen."

Der Grünen-Agrarpolitiker nimmt heute als Gastredner auf einer Kundgebung vor der Molkerei frischli in Rehburg-Loccum teil.

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