Pressemeldung Nr. 464 vom

Öffentlichkeitsbeteiligung nicht verkürzen GRÜNE: Nationalparkplan Harz nicht auf „niedrigem Niedersachsen-Niveau“ verabschieden

Die Landtagsgrünen haben Umweltminister Sander vorgeworfen, dem Entwurf des gemeinsamen Nationalparkplans für die Bundesländer Niedersachsen und Sachsen-Anhalt das "niedrige niedersächsische Naturschutz-Niveau" aufzudrücken. Während die Landesregierung von Sachsen-Anhalt dem Grundsatz "Natur Natur sein lassen" folge, wolle Minister Sander diesen Ansatz ausdrücklich nicht übernehmen, sagte der naturschutzpolitische Sprecher Christian Meyer heute (Montag) in Hannover.

Im Entwurf des ersten gemeinsamen Nationalparkplans soll unter anderem geregelt werde, wie Waldflächen und Ökosysteme forstlich genutzt werden können. Nach den Plänen Niedersachsens soll in den Naturentwicklungszonen des Nationalparks eine Waldentwicklung durch Anpflanzung erfolgen anstatt die langfristigere spontane Eigenentwicklung zuzulassen. "Ein natürlich gewachsener Wald ist aber vielfältiger und stabiler", sagte Meyer und forderte für den Nationalpark Harz "mehr Eigenentwicklung, Natürlichkeit und Wildnis".

Auf Kritik stößt auch, dass die insgesamt einen Monat dauernde Öffentlichkeitsbeteiligung durch die Einbeziehung und Anrechnung der Weihnachtsfeiertage "deutlich verkürzt" wird.

Meyer: "Das ist alles andere als bürgerfreundlich. Eine längere Beteiligung der Interessengruppen und Verbände würde der Diskussion und der Akzeptanz des Nationalparks gut tun."

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