Pressemeldung Nr. 206 vom

Landesregierung trägt Verantwortung für entstandenen Schaden GRÜNE machen Genmais-Skandal zum Thema im Landtag

Der am Wochenende bekannt gewordene Skandal um die großflächige Verteilung genmanipulierten Saatguts in Niedersachsen durch eine Firma aus Buxtehude hat ein parlamentarisches Nachspiel. Mit einer Dringlichen Anfrage will die Grüne Landtagsfraktion Aufklärung über „den Behördenwirrwarr“ und Konsequenzen einfordern.

"Wir wollen wissen, wieso es in Niedersachsen dazu kommen konnte, dass die vorhandene Meldung über gentechnisch verunreinigtes Maissaatgut mehr als zwei Monate im Agrarministerium verschlampt wurde, obwohl mehrere Verbände wie Greenpeace und Bioland explizit nach den Messergebnissen gefragt hatten", sagte der agrarpolitische Sprecher Christian Meyer am Montag (heute) in Hannover. „Für dieses Versäumnis und den möglichen Millionenschaden der in der gentechnikfreien Landwirtschaft entstanden ist, trägt die Landesregierung die Verantwortung.“

Von Agrarministerin Grotelüschen will der Grünen-Politiker wissen, ob die von der Landesregierung betriebene systematische Verharmlosung und Verschleierung der Gefahren der Agrogentechnik auch ein Grund für die Nachlässigkeit und Augen-Zu-Politik im Ministerium war. Bereits in der Vergangenheit hätten CDU und FDP immer wieder gefordert, ein „bisschen verbotener Genmais“ solle zugelassen werden.

„Das betont langsame Agieren der Landesregierung in dieser Frage lässt befürchten, dass die von der Mehrheit der Verbraucher und Landwirte abgelehnte Agrogentechnik durch die Hintertür eingeführt werden soll“, sagte Meyer. Auch die Niedersächsische Landesregierung müsse an der EU-weit vorgeschriebenen Nulltoleranz gegenüber genveränderten Organismen beim Saatgut festhalten.

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