Pressemeldung Nr. 46 vom

Sommerstau verschärft Problem GRÜNE: Landesregierung vertuscht Messergebnisse über Dioxinbelastung an der Ems

Nach Ansicht der Landtagsgrünen hat die niedersächsische Landesregierung die Ursachen und das Ausmaß der Dioxinbelastung entlang der Ems "bewusst vertuscht und verleugnet". Die den Grünen vorliegenden Ergebnisse der Messungen des Landesamtes für Verbraucherschutz an Futterpflanzen in den Überschwemmungsgebieten hätten deutlich gezeigt, dass die Grenzwerte nach dem Sommerstau der Ems um ein Vielfaches überschritten worden sind, sagte der naturschutzpolitische Sprecher Christian Meyer in Hannover.

"Noch im Herbst letzten Jahres hat die CDU-FDP-Landesregierung jeglichen Zusammenhang zwischen der Schiffsüberführung, dem Sommerstau und den Dioxinbelastungen definitiv abgestritten", kritisierte der Grünen-Politiker. "Jetzt ist klar: in allen gezogenen Grasproben sind die Werte nach dem Stau um das bis zu Dreifache gestiegen, auf allen geprüften Flächen übersteigt die Dioxin- und PCB-Belastung die Grenzwerte." Nach Auswertung von 40 Proben lägen die Überschreitungen in den Überschwemmungsflächen im Schnitt um das Fünffache höher als außerhalb. Es liege daher nahe, dass die künstlichen Eingriffe in die Ems das Dioxinproblem verschärfen.

Die Grünen fordern die Landesregierung auf, auch für die am 22./23. Februar 2009 geplante Schiffsüberführung Proben ziehen zu lassen und die geplanten weiteren Eingriffe in die Ems auch vor dem Hintergrund einer Steigerung der Dioxinbelastung zu stoppen.
Meyer: "Die Landesregierung muss sich für ihre früheren Falschaussagen verantworten und alle Erkenntnisse unverzüglich offen legen und eine Lösung der Giftproblematik an der Ems ernsthaft angehen."

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