Pressemeldung Nr. 50 vom

Sander lässt eigenen Mist messen GRÜNE kritisieren Salzeinleitungen in die Ems-Mündung

Als "echten Sander" bezeichnete der naturschutzpolitische Sprecher der Landtagsgrünen Christian Meyer die Tatsache, dass der Umweltminister ausgerechnet heute (Dienstag) den Forschungsverbund "Wissenschaftliche Monitoringkonzepte für die Deutsche Bucht (WIMO)" vorgestellt habe, während an der Küste die umstrittenen Salzeinleitungen aus den Kavernenausspülungen in die Emsmündung begonnen haben. "Wir erwarten von einem Umweltminister, dass er die Nordsee vor schädlichen Beeinträchtigungen schützt und sich nicht darauf beschränkt, Mess- und Überwachungsprogramme für den von ihm selbst zu verantwortenden Schaden zu starten", sagte der Grünen-Politiker. Mit den heute beginnenden Einleitungen würden über dreißig Jahre lang stündlich bis zu 1.260 Tonnen Salz in die Nordsee geleitet.

Der Zustand der Meere habe sich in den vergangenen Jahren ständig verschlechtert. Es würden zu viele Schadstoffe und Nährstoffe aus der industriellen Landwirtschaft und aus der Industrie und Schifffahrt eingeleitet. Statt gegenzusteuern und die Schadstoffeinträge zu verringern sei von der Landesregierung mit dem Bauboom bei Massentierhaltungsanlagen eine Entwicklung losgetreten worden, die noch mehr Nährstoffe in die Nordsee spült.

Meyer forderte die Reduzierung der Gesamtmenge der schädlichen Einleitungen in die Nordsee und die Zuflüsse. Mit einer Großen Anfrage an die Landesregierung wollen die Grünen die Offenlegung der Daten über die Gesamtbelastung erreichen.

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