Pressemeldung Nr. 101 vom

Mehr Plätze für engagierte Jugendliche gefordert GRÜNE kritisieren Blockade der Landesregierung beim Freiwilligen Ökologischen Jahr (FÖJ)

Die Landtagsgrünen haben scharf kritisiert, dass die Landesregierung die Bereitstellung der Mittel für die Aufstockung der Plätze beim Freiwilligen Ökologischen Jahr (FÖJ) entgegen ursprünglicher Zusagen verweigert hat. "In den Sonntagsreden lobt der Ministerpräsident die Bereitschaft zum ehrenamtlichen Engagement – aber Worte und Taten klaffen auseinander", sagte der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Christian Meyer am Montag (heute) in Hannover. Die steigende Bewerberzahl, der Wegfall der Wehrpflicht und der doppelte Abitur-Jahrgang wären nachhaltige Argumente für eine deutliche Erhöhung der Stellen im Europäischen Jahr der Freiwilligkeit.

Der Grünen-Politiker verwies darauf, dass seine Fraktion bereits bei den Beratungen zum Landeshaushalt per Änderungsantrag die Aufstockung der FÖJ-Plätze gefordert und einen Vorschlag zur Gegenfinanzierung der Kosten von 130.000 Euro vorgelegt habe. Meyer: "Wer fragwürdige Arbeitsplätze in einem Mega-Schlachthof mit 6,5 Millionen Euro Landesgeld fördert, muss auch dringend notwendige Freiwilligenarbeit im Naturschutz und an Schulen finanzieren können."

Die Umweltpolitiker aller Fraktionen hätten sich bereits im letzten Jahr darauf verständigt, angesichts der großen Bereitschaft Jugendlicher zur Teilnahme am Freiwilligen Ökologischen Jahr, die derzeit 250 Stellen um 50 Stellen aufzustocken. "Selbst damit wäre der große Bedarf an FÖJ-Plätzen noch nicht gedeckt", sagte der Grünen-Politiker.

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