Pressemeldung Nr. 03 vom

Landesregierung hintertreibt Umstellung bei Käfighaltung GRÜNE fordern mehr Platz für Niedersachsens Legehennen

Die Landtagsgrünen haben der Landesregierung vorgeworfen die Umstellung bei der Käfighaltung von Legehennen in Niedersachsen zu hintertreiben. Trotz der lange bekannten Pflicht zur Vergrößerung der Käfigfläche spätestens zum 1. Januar 2009 seien nach Angaben des Zentralverbandes der Deutschen Geflügelwirtschaft erst 50 bis 70 Prozent der Legebatterien umgerüstet worden, sagte der agrarpolitische Sprecher Christian Meyer am Dienstag in Hannover. "Das ist glatter Rechtsbruch, denn die Haltung in den viel zu engen Käfigen mit einer Fläche von 550 cm² pro Huhn ist nur ausnahmsweise, bei vom Betreiber nicht zu verantwortenden Gründen, weiterhin erlaubt."

Der Grünen-Politiker bezeichnete es als skandalös, dass in Niedersachsen immer noch der vom Bundesrecht abweichende sogenannte "Ehlen-Erlass" in Kraft sei, wonach Niedersachsens Hühnern nicht wie überall sonst 800 cm², sondern nur 710 cm² nutzbarer Fläche zustehe. "Damit können in Niedersachsen bis zu 12 Prozent mehr Hühner in die viel zu engen Käfige gestopft werden. Diese Tierquälerei ist eine reine Gefälligkeit für die Hühnerbarone", kritisierte Meyer die Landesregierung.

Die Grünen lehnen die Käfighaltung von Legehühnern grundsätzlich ab und begrüßten die Entscheidung mehrerer großer Handelsketten wie Tengelmann, Edeka, Aldi und Lidl Käfigeier aus dem Sortiment zu nehmen.

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