Pressemeldung Nr. 259 vom

Weder Sander noch Behörde sind dem Problem auf den Grund gegangen GRÜNE: Falsche Messmethoden an der Ems

Die Landtagsgrünen haben im Zusammenhang mit dem Probestau der Ems erhebliche Zweifel an den offiziellen Messmethoden und den daraus resultierenden Ergebnissen. "Für Minister Sander stand das Ergebnis offenbar schon von Anfang an fest", sagte der naturschutzpolitische Sprecher Christian Meyer heute (Montag) in Hannover. So habe das dem Umweltministerium unterstehende Landesamt (NLKWN) seine Messungen nicht in der kritischen bodennahen Zone durchgeführt. "Damit sind weder der Minister noch das Landesamt dem Problem wirklich auf den Grund gegangen", kritisierte der Grünen-Politiker.

Obwohl der Sommerstau noch bis heute morgen anhielt und die Auswertung der chemischen und biologischen Proben nach Angaben der Behörde zwei bis sechs Wochen dauern, sei bereits gestern die völlige Unbedenklichkeit weiterer Schiffsüberführungen festgestellt worden.

Meyer: "Auch die Weigerung der Behörde Vertreter der Umweltverbände auf den Messschiffen mitfahren zu lassen zeigt, dass das Land an einer objektiven Untersuchung des ökologischen Zustands der Ems keinerlei Interesse hat."

Umweltverbände hatten mit eigenen Messungen am Boden der Ems ein rapides Absinken des Sauerstoffgehalts von 4,1 Milligramm auf 0,6 Milligramm festgestellt. Unter 4 Milligramm gilt der Sauerstoffgehalt eines Ökosystems als höchst bedroht.

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