Pressemeldung Nr. 413 vom

Landesregierung darf sich nicht zum Büttel der Milchindustrie machen GRÜNE einig mit Milchviehhalterverband für faire Milchpreise

Der agrarpolitische Sprecher der Landtagsgrünen Christian Meyer hat heute (Mittwoch) auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit niedersächsischen Vertretern des Bundesverbandes Deutscher Milchviehhalter (BDM) die Haltung der Landesregierung in der Auseinandersetzung über die Milchpreise scharf kritisiert. Es sei empörend, dass ausgerechnet Agrarminister Ehlen im Bundesrat gegen die Versprechungen des Milchgipfels und gegen die Interessen der heimischen Milchbauern gestimmt hat, sagte der grüne Agrarexperte. "Die Aufforderung der Landesregierung, bei Preisverfall einfach mehr zu produzieren, wird Tausende Milchviehhalter in Niedersachsen in den Ruin treiben!"

Gemeinsam mit dem BDM streiten die Grünen für existenzsichernde Milchpreise von mindestens 40 Cent pro Liter durch Begrenzung der Milchmenge. Nur so seien Qualität, Ökologie und bäuerliche Produktion in Niedersachsen weiterhin möglich. Meyer: "Die von der Landesregierung unterstützte Erhöhung der Milchquote um 5 % sorgt hingegen für weiteren Preisverfall und nutzt allein den Interessen der Milchindustrie, die den Bauern die Preise diktieren kann."

Meyer sieht auch die Verbraucherinnen und Verbraucher auf der Seite der Unterstützer eines fairen Milchpreises. Nach einer aktuellen Umfrage sind 76 % der BundesbürgerInnen für eine Begrenzung der Milchmenge auf den heimischen Bedarf und höhere Erzeugerpreise für die Bauern.

Mit einem Entschließungsantrag wollen die Grünen nun erreichen, dass sich die Landesregierung für eine Begrenzung der Milchmenge, gegen Exportsubventionen und für eine bessere Kennzeichnung von nachhaltig produzierten Milchprodukten stark macht.

[link id="260688"]Antrag: Niedersachsens Milchbauern stärken – Faire Milchpreise durch Mengenbegrenzung erreichen

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