Pressemeldung Nr. 127 vom

Deal mit Staatsanwaltschaft soll Lohmann und Lindemann Blamage ersparen GRÜNE: Akzeptanz von Millionenstrafe bestätigt Tierqual

Der stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Landtagsgrünen Christian Meyer sieht es nach der heute (Mittwoch) bekannt gewordenen Akzeptanz einer millionenschweren Geldbuße durch das Unternehmen Lohmann als erwiesen an, dass in dem Cuxhavener Unternehmen Tierquälerei erfolgte. "Die verharmlosende Argumentation von Lohmann, dem Landkreis Cuxhaven und Landwirtschaftminister Lindemann, dass die Amputationen an Küken aufgrund geheim gehaltener Gutachten der Agrarlobby aus Holland doch zulässig sein könnten, ist endgültig vom Tisch", sagte der Grünen-Politiker in Hannover. Die Landesregierung hätte spätestens seit 2008 von dem millionenfachen Tierleid gewusst, und sei nicht per Weisung oder Erlass eingeschritten. Meyer: "Die Entscheidung des Unternehmens, eine hohe Geldstrafe zu akzeptieren, ist damit auch eine Blamage für Minister Lindemann und seine Vorgänger."

Nach Einschätzung des Grünen-Politikers soll der Deal mit der Staatsanwaltschaft das Unternehmen vor einer Vorstrafe für ihre beiden Geschäftsführer bewahren. Meyer forderte Minister Lindemann auf, jetzt in einem eindeutigen Erlass an alle Landkreise klar zu stellen, welche Praktiken in der Legehennenzucht verboten und welche rechtmäßig sind. Der Grünen-Politiker erinnerte daran, dass der Landkreis auch das Vergasen von männlichen Küken untersagt hat. Hierzu steht eine Beurteilung durch das Ministerium noch aus.

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