Pressemeldung Nr. 343 vom

Grüne fordern gründliche Untersuchungen auf niedersächsischer Seite „Giftskandal jetzt auch an der Unterelbe?“

Nach den heute vom Land Schleswig-Holstein gemeldeten Giftfunden bei Schafen und Rindern an Unterelbe und Elbmarsch forderte der agrarpolitische Sprecher der Landtagsgrünen Christian Meyer Konsequenzen auch für die niedersächsische Flussseite.

"Verbraucherschutz hat für uns höchste Priorität. Wir fordern daher auch auf niedersächsischer Seite vermehrt Futtermittel und geschlachtete Tiere auf krebserregende PCB und Dioxine zu untersuchen", sagte Meyer. Bislang sei dies nach den Giftskandalen nur an der Ems und im Wendland regelmäßig der Fall. Auf niedersächsischer Seite in den Landkreisen Cuxhaven und Stade seien im Gegensatz zu Schleswig-Holstein bislang keine Schafe und Rinder auf Dioxinbelastungen untersucht worden.

Meyer: "Die Aufklärung der belasteten Futtermittel und Tiere kommt in Niedersachsen nur schleppend voran. Das Agrarministerium erweist mit ihrer Verharmlosungsstrategie den betroffenen Landwirten und dem Verbraucherschutz einen Bärendienst. Wir brauchen endlich systematische und regelmäßige Proben zur Ursachenforschung". Ein Antrag der Grünen für flächendeckende und unabhängige Untersuchungen der Giftproblematik in ganz Niedersachsen sei bereits in den Landtag eingebracht.

An der unteren Elbe wurden in elf von zwölf Proben bei Schafen und Rindern auf schleswig-holsteinischer Seite die zulässigen Grenzwerte in der Leber zum Teil deutlich überschritten. Die Grünen forderten nun eine intensive Abstimmung mit Schleswig-Holstein und anderen Nachbarländern zu möglichen Bewirtschaftseinschränkungen für die Tierhalter.

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