Pressemeldung Nr. 120 vom

Landesregierung muss tätig werden - Nicht die billigste sondern die beste Lösung schafft Akzeptanz für Netzausbau Erdverkabelung ist das Gebot der Stunde

Die Landtagsgrünen haben Ministerpräsident McAllister aufgefordert, sich auf Bundesebene beim Strom-Trassenausbau für die Durchsetzung weitgehender Erdverkabelung einzusetzen. "Das schafft eine hohe Akzeptanz in der Bevölkerung, beschleunigt den notwendigen Netzausbau und verringert die volkswirtschaftlichen Kosten", sagte der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Christian Meyer heute (Freitag) anlässlich einer Anhörung im Agrarausschuss des Niedersächsischen Landtages. Die Landesregierung müsse daher alle gesetzlichen und politischen Möglichkeiten ausschöpfen, um die Stromleitungen nicht nur in eng begrenzten Gebieten und auf Pilotstrecken, sondern weitgehend unterirdisch zu verlegen.

Auch die Netzbetreiber seien in der Verantwortung, stärker die Wünsche der Bürgerinnen und Bürger zu berücksichtigen. "Wenn sich die Energiekonzerne und die Netzbetreiber weiter stur stellen und nicht die beste, sondern die für sie billigste Lösung anstreben, kommt die Energiewende nicht voran", sagte der Grünen-Politiker.

Meyer wies darauf hin, dass viele Bürgerinitiativen sich bereit erklärt hätten, auf Einwendungen gegen Stromtrassen zu verzichten, wenn diese weitgehend unterirdisch erfolgten. "Dieses Angebot muss angenommen werden". Der Grünen-Politiker forderte die Energiekonzerne auf, die Bürgerproteste nicht länger als Vorwand für Verzögerungen im Netzausbau und beim Ausbau der Erneuerbaren Energien zu nutzen.

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