Pressemeldung Nr. 60 vom

Rodewalder Wolf - Grüne kritisieren Geheimhaltung Christian Meyer: Wolfsjagd ist erfolglos und unverhältnismäßig

Darum geht‘s

Was hat die Jagd auf den Rodewalder Rüden bislang gekostet? Und welche wirtschaftlichen Schäden hat der Rodewalder Rüde durch Risse von geschützten Weidetieren in den letzten Monaten verursacht? Das wollten die Grünen mit einer Anfrage wissen, die Landesregierung verweigert jedoch die Antworten. Mit einer weiteren Nachfrage wollen die Grünen die Kosten offenlegen.

Das sagen die Grünen

Christian Meyer, stv. Fraktionsvorsitzender und naturschutzpolitischer Sprecher

„Die erfolglose Jagd nach dem Rodewalder Rüden kann nicht länger geheime Kommandosache von Umweltminister Lies bleiben. Wir fordern die Offenlegung aller Kosten, die die Wolfsjagd bislang verursacht hat. Schließlich werden hier Steuergelder eingesetzt.

Wenn Lies mit dieser unverhältnismäßigen Jagd den einen Wolf zwar nicht erwischt, aber dafür das übrige Wolfsmanagement des Landes völlig lahmlegt, hilft das keinem Tierhalter. Der Umweltminister sollte besser alle Kräfte in die Verbesserung des Herdenschutzes stecken anstatt monatelang erfolglos einem einzelnen Wolf hinterher zu jagen.

Viel wichtiger ist, die Weidetierhalter*innen zu unterstützen, die in wolfssichere Zäune und Herdenschutzhunde investieren wollen. Schaf- und Rinderhalter*innen müssen bislang wochenlang auf die Bewilligung ihrer Anträge warten, ihre Tiere sind derweil leichte Beute für das Wolfsrudel.“

Hintergrund

Die Jagd auf den Rodewalder Rüden läuft seit fünf Monaten, bislang ohne Erfolg. Es ist zu erwarten, dass die Landesregierung die Abschussgenehmigung in der nächsten Woche erneut verlängert.

Seit Erteilung der Abschussgenehmigung ist bislang nur ein Fall nachgewiesen, wo der Rodewalder Rüde ein Weidetier trotz ausreichendem Herdenschutz gerissen hat. Die größte Zahl der Schadensfälle betrifft Weiden ohne ausreichenden Wolfschutz.

Seit Erteilung der Abschussgenehmigung wurden im Territorium des Rodewalder Rüdens 26 Anträge zur Förderung von Herdenschutzmaßnahmen gestellt. Zwölf Anträge liegen noch in der Landesverwaltung, nur sieben der beantragten Maßnahmen konnten bislang umgesetzt und bezuschusst werden.

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