Pressemeldung Nr. 142 vom

Grüne fragen nach Moorbränden im Emsland Christian Meyer: Schießübungen der Bundeswehr in ausgetrockneten Mooren unverantwortlich

Darum geht’s

Die Grünen haben eine Unterrichtung zum Feuerwehreinsatz und den Moorbränden auf der Wehrtechnischen Dienststelle für Waffen und Munition in Meppen im Emsland im Innenausschuss des Landtags beantragt. Trotz immer mehr Einsatzkräften sollen dort die entzündeten Moorböden noch wochenlang brennen.

Das sagen die Grünen

Christian Meyer, brandschutzpolitischer Sprecher

„Dass die Bundeswehr nach diesem Hitzesommer in ausgetrockneten Mooren Schießübungen mit Luft-Boden-Raketen durchführt, ist absolut unverantwortlich. Während die Bevölkerung zurecht aufgerufen wird, in Wäldern und Mooren kein Feuer zu machen oder Zigaretten achtlos wegzuwerfen, löst die Bundeswehr mit Waffentests großflächige Moorbrände aus, die noch Monate weitergehen können. Das beeinträchtigt die Gesundheit der Bevölkerung, löst erhebliche Treibhausgasemissionen aus und zerstört wertvolle Moore. Wir erwarten von der Landesregierung, dass sie die Bundeswehr zu mehr Brand- und Moorschutz anhält.“

„Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen muss Konsequenzen ziehen und anscheinend die Richtlinien für Schießübungen an extreme Hitze und Dürre anpassen.  Das anscheinend auch keine Brandschutzvorsorge durch Ausfall von Löschflugzeugen und Löschfahrzeugen erfolgte, macht das Verhalten der Bundeswehr nur noch schlimmer.“

Zum Hintergrund

Seit mehr als einer Woche brennen großflächig ausgetrocknete Moore im Emsland nach ungesicherten Schießtests der Bundeswehr. Der Qualm ist bis nach Oldenburg und Bremen zu riechen. Trotz immer mehr Einsatzkräften drohen die Torfböden noch für Wochen erhebliche Emissionen auszulösen.

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