Statment Christian Meyer: CDU unterhöhlt mit immer neuen Verdächtigungen Vertrauen in staatliche Behörden

Der CDU-Landtagsabgeordnete Dammann-Tamke hat heute erneut presseöffentlich behauptet, dass die Obduktionsergebnisse des gequälten und illegal getöteten Wolfes gefälscht seien. Dazu sagt Christian Meyer, naturschutzpolitischer Sprecher der Grünen im Landtag: 

„Offenbar ist der Kollege Dammann-Tamke nicht nur Freizeitjäger, sondern neuerdings auch Veterinär, selbsternannter Wolfexperte und heimlicher Umweltminister. Der CDU-Abgeordnete wildert jedenfalls in Lies' Revier, indem er mit immer neuen Verschwörungstheorien die Aussagen und Arbeit des Umweltministeriums zum Wolf unterhöhlt sowie die Erkenntnisse anerkannter forensischer Labore in Frage stellt. Erst verbreitet er die Falschbehauptungen, russische Hybridwölfe der Roten Armee wären in Niedersachsen vergessen worden und bissen Friedhofsgärtner, nun zweifelt er öffentlich die Obduktionsergebnisse zur gequälten Wölfin aus dem Landkreis Gifhorn an. Will der selbsternannte Chefforensiker Dammann-Tamke damit etwa das grausame Treiben illegaler Wolfsjäger kleinreden? Es ist jedenfalls ein seltsamer Vorgang, presseöffentlich Verständnis für Selbstjustiz und Wolfsabschüsse zu äußern und dann auch noch den Mitarbeiter*innen des Umweltministeriums pauschal Illoyalität gegenüber ihrer Hausspitze zu unterstellen. Lässt die Koalition Dammann-Tanke weiter die ohnehin schon angeheizte Stimmung zwischen Wolfsfreunden und Wolfsfeinden in Niedersachsen befeuern oder pfeift Fraktionschef Dirk Toepffer endlich diesen Anhänger von Verschwörungstheorien zurück?“

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