Pressemeldung Nr. 31 vom

Mehr Blühflächen für Insekten Christian Meyer: Bunt statt grau auf Freiflächen und in Gärten

Darum geht‘s

Immer mehr öffentliche Flächen und Gärten werden zugeschottert oder versiegelt. Dies ist nach Auffassung des Staatlichen Bauamtes rechtswidrig. Die Grüne Landtagsfraktion hakt bei der Landesregierung nach, wie es um den Grünflächenschutz insbesondere auf öffentlichen Flächen steht.

Das sagen die Grünen

Christian Meyer, naturschutzpolitischer Sprecher

„Insekten und andere kleine Tiere brauchen Nahrung. Zubetonierte und zugeschotterte Gärten des Grauens lassen unsere Natur jedoch verarmen. Dies ist nach der Bauordnung nicht zulässig. Freiflächen müssen begrünt sein. Trotzdem halten sich gerade öffentliche Gebäude wie Finanzämter, Schulen oder Verwaltungsgebäude oft nicht an diese Regelungen."

"Der Frühling kommt, jetzt muss der Bau- und Umweltminister Lies einem bienenfreundlichem Niedersachsen endlich die nötige Aufmerksamkeit widmen. Es ist Zeit zum Umdenken: Gegen das Insektensterben helfen keine toten Kieswüsten, sondern mehr lebendige Grünflächen. Das Land muss bei öffentlichen Gebäuden Vorbild sein und nicht genutzte Flächen endlich wieder aufblühen lassen. Auch müssen die Kommunen wirksam gegen Schottergärten vorgehen können."

Zum Hintergrund

Nach den Niedersächsischen Bauordnung § 9 Abs.2 „müssen nicht überbaute Flächen der Baugrundstücke Grünflächen sein, soweit sie nicht für eine andere zulässige Nutzung erforderlich sind.“ In Hameln hat das Staatliche Baumanagement des Landes bei einer großflächig zugeschütteten Grünfläche beim Finanzamt einen Verstoß festgestellt, aber keine Abhilfe getroffen. In einer Landtagsanfrage fordern die Grünen nun die Umsetzung der Bauordnung im Land und fragen nach, wie viele öffentliche Flächen des Landes nicht den gesetzlichen Vorgaben entsprechen und zurückgebaut werden müssen.

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