Pressemeldung Nr. 296 vom

Landessubvention unterstützt tierquälerische Produktion Bei Megaschlachthof Wietze sollen Fakten geschaffen werden

Der stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Landtagsgrünen Christian Meyer sieht in der heutigen (Montag) Produktionsaufnahme in dem neuen Megaschlachthof in Wietze den eiligen Versuch, Fakten zu schaffen. "Den zahlreichen Kritikern soll der Wind aus den Segeln genommen werden. Noch sind zwei aussichtsreiche Klagen gegen den fehlerhaften Bebauungsplan und gegen die vom Land erteilte Genehmigung vor Gericht und können ein frühzeitiges Aus bedeuten", sagte der Grünen-Politiker. Meyer kritisierte, dass die Landesregierung sich daran beteiligt, mit allen "Tricks und Finessen" Landwirte für die unrentablen und gesellschaftlich nicht mehr akzeptierten Geschäfte mit Hühnerfabriken anzuwerben.

Der Grund dafür sei in der Antwort der Landesregierung auf eine Anfrage der Grünen Landtagsfraktion zu den Förderbedingungen zu lesen. Demnach muss der Schlachtkonzern Rothkötter bis Ende 2012 ausreichende Verträge mit über 400 Großmästern nachweisen – ansonsten müsse die 6,5 Millionen Euro schwere Landesförderung für Wietze zurückgezahlt werden.

Es sei "hochgradig fraglich", ob der von der Landesregierung geförderte Hühnerschlachthof an der A7 überhaupt eine Zukunft hat. "Der Selbstversorgungsgrad bei Hähnchen liegt inzwischen in Deutschland bei weit über 100 Prozent. Der Export ist nur zu tierquälerischen und gesundheitlich bedenklichen Bedingungen möglich. Massenhafte Qualhaltung hat keine Zukunft, wird vom Verbraucher abgelehnt und überlebt nur durch staatliche Subventionen", sagte der Grünen-Politiker.

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