Christian Meyer MdL

Mitglied des Niedersächsischen Landtages
Minister für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz

Umwelt, Artenschutz & Landschaft

Überdüngung verhindern

Niedersachsen legte 2013 als erstes Bundesland eine umfassende Dokumentation der Nährstoff-Kreislaufwirtschaft vor. Der im Auftrag des niedersächsischen Landwirtschaftsministeriums von der Landwirtschaftskammer (LWK) Niedersachsen erstellte „Nährstoffbericht 2012/2013" verschafft erstmals eine Übersicht darüber, wo wieviel Wirtschaftsdünger und Gärreste anfallen und wohin über dem örtlichen Bedarf anfallender Wirtschaftsdünger verbracht wird. Wesentliches Ergebnis des Berichts: Es wird zwar bereits in erheblichem Umfang Wirtschaftsdünger aus den Massentierhaltungsregionen im Nordwesten in andere, viehärmere Regionen verbracht, allerdings längst noch nicht in ausreichendem Maße. Im Landkreis Cloppenburg etwa wird rund 1/3 des überschüssigen, weil vor Ort bei Einhaltung der Vorgaben der Düngeverordnung nicht einsetzbaren, Wirtschaftsdüngers noch nicht dorthin verbracht, wo Stickstoff und Phosphat gebraucht werden. Wir wissen damit, dass nach wie vor in erheblichem Maße gegen geltendes Düngerecht verstoßen wird, wir wissen aber nicht von wem. Darüber soll ein betriebsbezogenes Düngekataster Aufschluss geben, an dem derzeit intensiv gearbeitet wird. Mit diesem Kataster sollen Tierzahlen und Flächenausstattung des einzelnen Betriebs zueinander ins Verhältnis gesetzt werden. Mit dem Verschneiden dieser Daten mit überbetrieblichen Stoffstromdaten nach der niedersächsischen Meldeverordnung kann überprüft werden, ob überschüssiger Dünger tatsächlich abgegeben wird, ob der aufnehmende Betrieb die von ihm aufgenommenen Mengen an Gülle, Geflügelkot etc. überhaupt auf seinen Flächen einsetzen kann, etc. Nur so werden wir das Düngeproblem und damit das Problem der nach wie vor in erheblichen Teilen Niedersachsens zu hohen Nitratbelastung unseres Grundwassers in den Griff bekommen.

"Nährstoffbericht 2012/2013" der Landwirtschaftskammer Niedersachsen als PDF

©StefanO/flickr.com/CC BY-NC-ND 2.0

 

Biogasanlagen ökologischer nutzen

Der weitere Zubau von Biogasanlage in der bisherigen Form wird von der niedersächsischen Landesregierung abgelehnt, da sich negative Auswirkungen abzeichnen auf die landwirtschaftliche Flächen (Flächenkonkurrenz), Nahrungsmittelerzeugung und die Umwelt. Deshalb sollen verstärkt Reststoffe oder nachwachsende Rohstoffe, die für die Umwelt und Landschaft verträglich sind, als Biomasse genutzt werden. Zusätzlich sollte ein möglichst hoher Anteil des Wirtschaftsdüngers aus der Landwirtschaft in Biogasanlagen verwertet werden.

 

Bienenschutz

Für Bienenweiden soll es in Absprache mit den ImkerInnen ein besonderes Förderprogramm geben. Das von der EU beschlossene Verbot dreier Bienengifte wird von der Landesregierung begrüßt. Beim Saatgut kämpft Niedersachsens Minister Meyer für die Entbürokratisierung und gegen Auflagen für die Erhalter alter Obst- und Gemüsesorten.

 

Landwirtschaftliche Beratung am Dümmer

Die von der vorherigen schwarz-gelben Landesregierung versprochene (und nie eingelöste) zweite Beratungsstelle am Dümmer im Landkreis Diepholz wurde endlich durch den niedersächsischen Umweltminister Wenzel und den niedersächsischen Landwirtschaftsminister Meyer eingerichtet. Diese Beratungsstelle dient unter anderem der Beratung der LandwirtInnen im Hinblick auf die ökologische Verbesserung im Einzugsgebiet des Sees. Der Dümmer wird mit viel zu hohen Phosphatmengen aus der Landwirtschaft belastet und verwandelt sich deshalb im Sommer regelmäßig zur stinkenden Kloake.

 

 

Pressemeldungen des Niedersächsichen Landwirtschaftsministerium zum Themenfeld Umwelt, Artenschutz & Landschaft:

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