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Der agrarpolitischer Sprecher der Landtagsgrünen Christian Meyer hat die vom Land Niedersachsen bewilligte Förderung des umstrittenen Megaschlachthofs Wietze im Landkreis Celle als "Verschwendung von Steuergeldern zu Gunsten der Massentierhaltung" kritisiert. In einer Antwort auf eine Anfrage des Abgeordneten räumt die Landesregierung ein, den Schlachthof der Firma Rothkötter mit fast 6,5 Millionen Euro zu subventionieren. Allein fünf Mio. Euro werden demnach als Wirtschaftsförderung direkt bewilligt und zusätzlich 1,48 Mio. Euro für die Infrastruktur zur Verfügung gestellt.
"Das straft die bisherigen Aussagen von CDU und FDP-Politikern, die Massentierhaltung würde nicht subventioniert Hohn. Mit den 6,5 Millionen Euro für den Megaschlachthof hätte man 150 Lehrerstellen für ein Jahr finanzieren können", sagte Meyer.
Nach Angaben der Grünen ist die jetzt bekannt gewordene Geldsumme "der höchste Wirtschaftsförderungsbetrag" den das Land Niedersachsen dieses Jahr ausgegeben hat. "Trotz leerer Kassen und Sparnotwendigkeit wird ausgerechnet für die von den Verbrauchern abgelehnte Industrialisierung der Landwirtschaft das Geld weiterhin in vollen Zügen ausgegeben. Anscheinend spielt für die Unterstützung der Maassentierhaltung Geld keine Rolle", kritisierte Meyer.
Aufgrund dieses steuerfinanzierten Prestigeprojekts der Landesregierung befürchten die Grünen den Bau von Hunderten von Agrarfabriken und eine massive Belastung von Umwelt und Anwohnern entlang sogenannter Hähnchen-Highways.
Die Grünen forderten die Landesregierung auf, die Subventionen für die Agrarindustrie einzustellen und stattdessen eine ökologische und tiergerechte Landwirtschaft zu fördern.