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Die Landtagsgrünen haben der Landesregierung "mangelndes Engagement" beim Schutz niedersächsischer Moore vorgeworfen. Während auf der laufenden UN-Naturschutzkonferenz allerseits die große Bedeutung der biologischen Vielfalt anerkannt werde, polemisiere Umweltminister Sander gegen den Moorschutz, sagte der naturschutzpolitische Sprecher Christian Meyer am Dienstag in Hannover. "Dabei ist der Erhalt der letzten Moore Niedersachsens nicht nur für den Artenschutz, sondern als CO2-Speicher auch für den Klimaschutz von großer Bedeutung".
Der Grünen-Politiker kritisierte insbesondere die Gefährdung des laufenden Naturschutzprojektes "Hannoversche Moorgeest" (Wedemark) durch den Umweltminister. Sander habe bereits im vergangenen Wahlkampf vor Landwirten behauptet, das "Projekt sei gestorben". Nun habe die Landesregierung in der Antwort auf eine Kleine Anfrage des Grünen-Abgeordneten Meyer die Fortsetzung des auf zehn Jahre angelegten Projektes von neuen Gesprächen zwischen Bund, Land und Region abhängig gemacht und damit vorerst auf Eis gelegt. "Und das, obwohl die Voraussetzungen für eine erfolgreiche Umsetzung des Projektes gegeben sind: Der Bund hat vier Millionen Euro Fördermittel bereitgestellt, die Landesregierung will sich mit 20 Prozent an den Kosten beteiligen und auch die Politiker in der Region wollen das Projekt mehrheitlich verwirklichen", sagte der grüne Naturschutzexperte.
Das auf drei Jahre angelegte Mediationsverfahren mit allen Beteiligten sei jedoch durch die Polemik des Umweltministers und den Ausstieg des Landvolkes ins Stocken geraten. Meyer forderte die Landesregierung und alle Beteiligten auf, zu einem sachlichen, vorurteilsfreien Dialog zurückzukehren "Der Schutz unserer bedrohten Moore muss bei der Landesregierung endlich Priorität bekommen und das ständige Mobbing Sanders gegen den Naturschutz unterbunden werden."