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Die Firma Petri in Glesse plant auf der Domäne Heidbrink (Landkreis Holzminden) in drei Großställen insgesamt über 7.500 Milchziegen zu halten. Hinzu kommen jährlich ca. 12.000 Lämmer und eine unbekannte Zahl von Ziegenböcken in einem Quarantäne-/Bockstall.Damit würde erstmals in Deutschland eine industrielle Ziegenhaltung realisiert und es würde sich um Europas größte Massentierhaltung von Ziegen handeln.
Besondere Tierschutzregeln sind für dieses Pilotprojekt nicht vorgesehen. Die Ziegen sollen durch Futterautomaten mit Fertigfutter in Ställen industriell gehalten werden. Grasen oder Freilauf für die auf engstem Raum zusammengepferchten Ziegenmuttertiere erfolgt nicht. Tierschutzexperten halten das für Massentierhaltung und Tierquälerei!
Außerdem isr ein Projekt solcher Größenordnung direkt im Weserbogen gegenüber der Poller Burg mit den Belangen des Naturschutzes und der Landschaftspflege eindeutig nicht vereinbar. Deshalb soll jetzt durch den Kreistag das bestehende Landschaftschutzgebiet "Wesertal" einfach gelöscht werden, um die Ziegenställe rechtlich zu ermöglichen. Bislang ist das Bauvorhaben nämlich illegal! Das öffentliche Anhörungsverfahren zur Aufhebung des Schutzgebietes um die Domäne läuft nun. Im Oktober soll der Kreistag über die Einwendungen entscheiden.
Verantwortlich für dieses gigantische Projekt ist die CDU und FDP mit ihren Ministern Schünemann und Sander. Bereits im Kommunalwahlprogramm der CDU 2006 war die Forderung nach "3000 Ziegen" auf dem Heidbrink enthalten. Steuer- und Gebührenzahler sollen nun für dieses mit Tier- und Landschaftsschutz nicht vereinbare Lobbyprojekt aufkommen.
Um dieses Projekt zu verhindern, stehe ich mit namenhaften Tierschutz-, Umwelt und Denkmalschutzorganisationen in regem Austausch.
Aktuelle Informationen:
Land bestätigt Gesundheitsgefahren durch Ziegenfabrik
Grüne fragen im Landtag nach Ziegengrippe und Tierschutz
Seuchengefahr durch Ziegenmassentierhaltung?
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Pressemitteilung: GRÜNE kritisieren Abriss bedeutender denkmalgeschützter Gebäude auf dem Heidbrink
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