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Bereits lange ist klar, dass es im Atomendlager Asse II unkontrollierte Wassereinbrüche gibt und dass es bei der Einlagerung wie beim Betrieb des Lagers über Jahrzehnte zahlreiche Nachlässigkeiten und Fehler gegeben hat. Das vermeintliche Versuchslager diente de facto als Endlager zur Entsorgung von Atommüll, daher wurde offenbar auch wenig Wert auf die Möglichkeit der Rückholung des Mülls gelegt.
Auf das Problem der Laugenzuflüsse hatte ich bereits in einem Artikel vom 28.02.2007 hingewiesen: Es gibt kein sicheres Endlager.
Neben dem beharrlichen Protest vor Ort ist es dem hartnäckigen Nachfragen der GRÜNEN im Umweltausschuss des Nds. Landtags zu verdanken, dass 2008 endlich mehr über die skandalösen Zustände bekannt wurde und es zu einem Betreiberwechsel gekommen ist.
Als stellvertretendes Mitglied im Umweltausschuss konnte ich selbst miterleben, wie die Aufsichtsbehörden und insbesondere die Vertreter des Umweltministeriums im Ausschuss laviert und nur widerwillig zu Aufklärung beigetragen haben. Der Fall der Asse hat gezeigt, dass binnen kürzester Zeit Aussagen vermeintlicher Endlager-Experten über die Sicherheit des Lagers durch die Tatsachen widerlegt wurden.
Jetzt wird es darum gehen, den Atommüll in der Asse zu sichern und endlich mit der notwendigen Seriösität und Wissenschaftlichkeit die Standortsuche für ein Endlager anzugehen.
Mehr zur Asse: Themenspecial Asse - Atommüll unter Wasser