

In der höchsten Schutzzone des Biosphärenreservates Elbtalaue war 2008 der Anbau von genmanipuliertem Mais geplant. Dieser war durch ein eingebautes Gift tödlich unter anderem für den in Niedersachsen vom Aussterben bedrohten und nur noch in der Elbtalaue vorkommenden Großen Feuerfalter. Umweltminister Sander duldete den Anbau trotz mehrere Briefe und Debatten im Landtag. Ein von mir in Auftrag gegebenes Rechtsgutachten bei den unabhängigen Landtagsjuristen warf erhebliche Zweifel an der nicht vorgenommenen vollständigen FFH-Verträglichkeitsprüfung auf. Schließlich besetzten zahlreiche BürgerInnen den Acker und stellten sich dem Bauer entgegen. Nach mehreren "Aschenputtel-Aktionen" bei denen ausgebrachter Genmais wieder eingesammelt wurde, pflügten kritische Landwirte schließlich den Acker mit konventionellem Mais um. So bleibt das Wendland gentechnikfrei. Mit einem Antrag im Landtag fordern wir ein Gentechnikfreies Niedersachsen und ein Verbot von genmanipulierten Pflanzen in Naturschutzgebieten. Auch die Präsidentin des Bundesamtes für Naturschutz unterstützt diese Forderung.
Weitere Informationen zum Thema:
GRÜNE gegen Genmais-Anbau im Biosphärenreservat Elbtalaue
Genmaisanbau in der Elbtalaue rechtswidrig
Grüne: Genmais-Anbau sofort stoppen und alten Zustand wiederherstellen
Grüne zweifeln Ergebnis der FFH-Vorprüfung zum möglichen Gen-Mais-Anbau an der Elbe an
Rede: Niedersachsens Menschen, Natur und Landwirtschaft vor der Agrogentechnik schützen!
Rede: Artensterben bis 2010 stoppen - Land muss Aktionsplan auflegen